FÖJ – Was ist das?

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ)…

ist ein fachlich und pädagogisch betreutes, vorwiegend praktisch ausgerichtetes Bildungsjahr für junge Menschen, die sich für Natur und Umwelt engagieren wollen. Neben der Arbeit in einer Einsatzstellen bietet das FÖJ die Teilnahme an fünf einwöchigen Seminaren zu unterschiedlichen ökologischen Themen und Mitwirkungsmöglichkeiten an Einsatzstellen-übergreifenden Projekten.

Das FÖJ ermöglicht ökologische Bildung, fördert die Persönlichkeitsbildung und Kompetenzentwicklung und bietet Orientierung auf der Suche nach Ausbildung, Studium und Beruf.

Wer macht ein FÖJ?

Das FÖJ ist offen für alle Jugendliche und junge Erwachsene, die die Vollzeitschulpflicht absolviert haben und zum FÖJ-Beginn nicht älter als 26 Jahre sind. Es beginnt in der Regel am 1. September und endet am 31. August des Folgejahres.

Was macht man im FÖJ?

Der freiwillige Dienst wird ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in geeigneten Stellen und Einrichtungen geleistet, die im Bereich des Natur- und Umweltschutzes einschließlich der Bildung zur Nachhaltigkeit tätig sind. FÖJlerInnen unterstützen die Arbeit in ihren Einsatzstellen während des Freiwilligendienstes in “Vollzeit”, d.h. helfen 40 Arbeitsstunden pro Woche.

Fünf mal im Jahr nehmen FÖJler für je eine Woche an den FÖJ-Seminaren ihrer Träger teil. Dieses Seminare sind Pflichtprogramm im FÖJ. Die Teilnehmer sollen an der Gestaltung der Seminare mitwirken.

Wie sind FÖJler abgesichert?

  • Sie erhalten 300,00 € Unterkunfts- und Taschengeld im Monat.
  • Sie sind vollständig sozial abgesichert, d.h. die Träger sorgen für die Beiträge zur Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.
  • Sie sind über die Träger unfallversichert.
  • Die Eltern der FÖJler erhalten auf Antrag (weiterhin) Kindergeld.
  • FÖJler können Ermäßigungen auf Zeitkarten der Verkehrsverbünde erhalten.
  • Sie können bei den Kommunen Unterstützung für Wohnkosten beantragen, wenn sie nicht bei den Eltern wohnen.
  • Sie erhalten weiterhin Halb- und Waisenrenten.
  • Ihnen stehen 26 Tage Urlaub im Jahr zu, dieser darf nicht während der Seminarzeiten genommen werden.
  • Den Freiwilligen steht in ihren Einsatzstellen eine Betreuerin oder ein Betreuer und beim Träger eine pädagogische Begleiterin oder ein Begleiter zur Seite.

Wie wird das FÖJ anerkannt?

  • Die Ableistung eines FÖJ kann die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen, weil man wichtige praktische Erfahrungen mitbringt.
  • In „grünen“ Berufen und Studienrichtungen kann ein FÖJ als Vorpraktikum anerkannt werden.
  • Ein FÖJ zählt an bundesdeutschen Hochschulen wie zwei Wartesemester.
  • Eine Studienplatzzulassung bleibt durch ein FÖJ für die Zeit eines FÖJ gültig.
  • Jeder FÖJler erhält am Ende des FÖJ ein Zertifikat und mindestens eine Beurteilung

 

Wo finde ich weiter Informationen zum FÖJ ?

Freiwilligendienste in Sachsen

Bundesarbeitskreis FÖJ

Großes Handbuch der FÖJler

 

 

 

 



Bildquellenangabe:
Foto 1: Mario Noack